Wasser ist  die unverzichtbare Lebensgrundlage für Mensch und Natur und zwar in vielerlei Hinsicht*

 
 

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  Langsamefilter   Leckstellen   Lebensmittelbuch   Lebensmittelgesetz   Legionellen   Leitung   Leitungswasser   Lichtlot   Limnologie   Lösungsmittel
  Luftfeuchtigkeit              
 
 

Langsamefilter

Es handelt sich um Betonbecken, die mit dem Filtersand oder dem Filterkies gefüllt sind. Langsamfilter ahmen die natürliche Bodenfiltration nach. Der Vorteil der Langsamfiltration besteht darin, dass neben der Abtrennung von festen Inhaltsstoffen auch biologische Vorgänge wirksam werden, die zu einem beträchtlichen Rückgang der Bakterienzahl im Wasser führen. Die Reinigung der Langsamfilter erfolgt durch Abschälen der obersten Schicht (5 cm genügen). Das Filtermaterial wird gewaschen und wieder aufgebracht. Es werden auch andere Filtermaterialien als Sand verwendet, wie zB. kalkhaltiges gekörntes Material bei der Entsäuerung.

 
   

Leckstellen

Die Ursachen eines undichten Rohrnetzes sind mannigfaltig und können im Wesen- tlichen von nachstehenden Mängeln abhängen: Rohrmaterialfehler und Korrosionsschäden, unzulässige mechanische Beanspruchung, Bodensetzungen oder von Frostauftrieben, zu großer Innendruck, zu große äußere Belastung, Folgen von Betriebsfehlern, undichte Rohrverbindungen, undichte Armaturen (z.B. Abnützung der Dichtungen bei Schiebern und Hydranten). Die aufgezeigten Mängel führen im Allgemeinen zunächst zu Leckstellen. Sie sind normalerweise nicht frei sichtbar, denn die meist geringe Wassermenge tritt nicht zutage und versickert in den Untergrund. Nur in bindigen Böden, wie z.B. Lehmböden, wird nach einiger Zeit eine Wassersättigung des umliegenden Bereiches eintreten, die sich schließlich an der Oberfläche als feuchte Stelle bemerkbar machen kann. Dieses sichtbare Zeichen ist aber keinesfalls der Regelfall. Man muss diese Leckstellen anders auffinden. (Siehe auch Abhorchgerät)

 
 

Lebensmittelbuch

Das österreichische Lebensmittelbuch, der Codex, war und ist eine Eigentümlichkeit des österreichischen Lebensmittelrechtswesens. Er ist keine Rechtsvorschrift wie eine Verordnung sondern ein „objektiviertes Sachverständigengutachten“. Das österreichische Lebensmittelbuch befasst sich in seinem Kapitel B 1 mit dem Trinkwasser. Dieses Kapitel wurde im Jahre 1989 neu erarbeitet und 1993 an die entsprechenden Bestimmungen der EU angeglichen. Die einzelnen Kapitel werden in Unterkommissionen erarbeitet, zu denen maßgebende Fachleute auf dem jeweiligen Gebiet beigezogen werden. Die ausgearbeiteten Kapitel kommen zur Beschlussfassung in das Plenum der Codexkommission. Dieser Vorgang soll garantieren, dass möglichst der letzte Stand der Wissenschaft Berücksichtigung findet. Der vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen herausgegebene Codex besitzt für die staatlichen Untersuchungsanstalten den Charakter einer Dienstanweisung.

 
 

Lebensmittelgesetz

Nach dem Lebensmittelgesetz sind Lebensmittel „Stoffe, die dazu bestimmt sind, von Menschen in unverändertem, zubereitetem oder verarbeitetem Zustand überwiegend zu Ernährungs- oder Genusszwecken gegessen, gekaut oder getrunken werden“. Damit ist Trinkwasser ein Lebensmittel. Das Lebensmittelgesetz kann erst dann eingreifen, wenn Wasser als Trinkwasser in den Verkehr gebracht wird. Die Verantwortlichkeit der Wasserversorger für die Einhaltung der Wasserqualität erstreckt sich bis zur Übergabestelle an den Verbraucher. Die Regelungen im Lebensmittelrecht zielen darauf ab, im Rahmen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes hohe Qualitätsvorgaben festzulegen. Das Wasserrechtsgesetz und das Lebensmittelgesetz sind einander ergänzende Rechtsmaterien. Das Lebensmittelgesetz wurde 2006 kundgemacht und hat das „alte" Lebensmittelgesetz (1975) ersetzt. Es trägt nicht nur den neuen gemeinschaftsrechtlichen Anforderungen Rechnung, sondern berücksichtigt die gesamte Lebensmittelkette einschließlich der Primärproduktion. Das Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz (LMSVG) regelt Anforderungen an Lebensmittel, Wasser für den menschlichen Gebrauch, Gebrauchsgegenstände und kosmetische Mittel und gilt in allen Produktions-, Verarbeitungs- und Vertriebsstufen.

   
 

Legionellen

Die Legionellen (Legionella) stellen eine Gattung  im Wasser lebendstäbchenförmiger Bakterien dar. Legionellen gehören zu den gefährlichsten Erregern von Lungenentzündungen. Namen gebend war ein Ausbruch dieser Infektion bei Teilnehmern einer Tagung in einem Hotel in Philadelphia. Dort erkrankten im Juli 1976 amerikanischer Kriegsveteranen (American Legion). Die Krankheit forderte zahlreiche Opfer. Erst Januar 1977 gelang es den Forschern, das Bakterium zu isolieren. Legionellen kommen dort vor, wo mit erwärmtem Wasser optimale Bedingungen für die Vermehrung gegeben sind wie z.B. bei Warmwassererzeugungs- und Warmwasserverteilungsanlagen, Luftwäschern in Klimaanlagen, Kühltürmen, Freizeitanlagen - insbesondere solche mit Duschen, Schwimmbädern, Whirlpools. Hohes Risikopotential stellen Wohnhausanlagen mit zentraler Warmwasserversorgung wie Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Hotels und Campingplätze dar. Im Kaltwasserbereich können ungenügende Isolierungen, Überdimensionierungen und falsche Rohrverlegungen, Korrosion der Rohrleitungen (Eisen) und Kalkeintrag (Calcium und Magnesium) Ursache für die Vermehrung von Legionellen sein. Die optimalen Lebensbedingungen für Legionellen sind Süß- und Salzwasser mit langer Verweilzeit, im Temperaturbereich zwischen 20° und 50° C und mit einem pH-Wert zwischen 5,0 und 8,5. Eine optimale Vermehrung erfolgt zwischen 35° und 45° C während sie bei Temperaturen über 60° C rasch absterben. Bei 70° C und mehr sterben Legionellen innerhalb weniger Sekunden. Bei Wasserspeichern wie z. B. Boilern ist eine konstante Temperatur von 60° C (besser 61-62° C) ausreichend, um die Legionellen sicher abzutöten. Grenzwerte für Legionellengehalte im Trinkwasser sind nicht festgelegt. In Österreich gilt als Orientierungswerte die von Prof. Dr. Wewalka von der bundesstaatlichen bakteriologisch-serologischen Untersuchungsanstalt Wiendeterminierte Bewertungsbasis. Die Infektion erfolgt, wenn die Legionellen in die tiefen Lungenabschnitte durch Einatmen Legionellen-kontaminierter feinsten Wassertröpfchen (= Aerosole) gelangen. Typische Symptome der Legionellose (synonym: Legionärskrankheit, Pontiac-Fieber) sind Atemnot und Husten, Kopfschmerzen, Fieber über 40° C, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Durchfall, Erbrechen und abdominelle Beschwerden. Zu den Risikogruppen gehören Menschen über 50 Jahre, Personen mit geschwächtem Immunsystem (insbesondere HIV-Infizierte, Organtransplantierte, Chemotherapiepatienten, Chronisch Lungenkranke), Alkoholiker, starke Raucher und Reisende. Die Infektionskrankheit Legionellose ist in Österreich meldepflichtig.

 
 

(Wasser)Leitung

Siehe Rohrleitung

 
 

Leitungswasser

Siehe Trinkwasser

 
  Bochloch & Lichlot - Wasserwerk Mödling  

Lichtlot

Das Lichtlot ist ein transportables Wasserspiegelmessgeräte auf das zu messende Beobachtungsrohr aufgesetzt. Es schließt beim Aufsetzen auf den Wasserspiegel einen elektrischen Kontakt, der den Strom einer im Lichtlot befindlichen Batterie über ein Lämpchen, das aufleuchtet, fließen lässt.  Besteht Sichtbehinderung, dann eignet sich besser das Kabellichtlot. Das Lämpchen und die Stromquelle befinden sich hier über Flur, als Maßband wird ein genau eingeteiltes Messkabel, der  über eine Rolle läuft. Die Wasserstandmessungen in größerer Brunnenentfernung  dienen dazu, die natürlichen Grundwasserspiegelschwankungen, wie sie durch die wechselnden Niederschläge beeinfluss werden, zu erkennen. Diese Schwankungen können unter Umständen beträchtlich sein und zwischen

 

Maximum und Minimum mehr als 1 Meter betragen. Nach Starkniederschlägen kann sich der Wasserspiegel täglich um 10, 20 und mehr Zentimeter erhöhen. Die Wasserstandsmessung in geringerer Brunnenentfernung und im Brunnen selbst lassen unabhängig von der natürlichen Spiegelschwankung den Verlauf des Absenktrichters erkennen. Beim WVSB werden die Grundwasserpegel der Brunnen quartalsmäßig mittels Lichtlos kontrolliert um die Genauigkeit der Grundwassersonden zu überprüfen. Die Lichtlotmessungen sind Basis für die Korrekturdaten der Brunnensonden und somit für das Brunnenmonitoring im Südburgenland.

   
 

Limnologie

Die Limnologie ist die Wissenschaft von den Binnengewässern als Ökosysteme. Binnengewässer umfassen stehende Gewässer ohne Verbindung zu den Ozeanen (Weiher, Seen etc.) Fließgewässer und Grundwasserkörper. Nicht nur Süßwasser-Ökosysteme sondern auch Salzwasser-Binnengewässersysteme (z.B. das Tote Meer) gehören zum Gegenstand der Limnologie. Die Limnologie erforscht die Entstehung der Binnengewässer sowie die Zusammenhänge zwischen abiotischen Bedingungen (Gesteine, Klima, physikalisch-chemische Faktoren etc.) und dem Ökosystem. Zu den wichtigsten Themen der Limnologie zählen Gewässerschutz,  Gewässerpflege, Gewässerverunreinigung, Wasseraufbereitung und Abwasserreinigung. Die Geschichte der Limnologie reicht etwa 100 Jahre zurück; sie wird manchmal auch als Teilgebiet der Hydrologie betrachtet.

 
 

Lösungsmittel (Wasser als)

Wasser ist für eine Vielzahl von Stoffen ein ausgezeichnetes Lösungsmittel. Daher ist Wasser in der Natur als Reaktionsmedium bei Stoffwechselvorgängen in lebenden Zellen unentbehrlich. Zur Lösung eines Stoffes in Wasser kommt es, wenn Teilchen des Stoffes von Wassermolekülen umhüllt und aus dem Verband des Reinstoffes herausgelöst werden. In den natürlichen Wässern findet sich eine große Zahl von Stoffen gelöst. Diese sind je nach dem Ort des Wasservorkommens sehr unterschiedlich; deshalb verhalten sich die natürlichen Wässer chemisch nicht gleich.

 
 

Luftfeuchtigkeit

Luft enthält stets Wasserdampf. Sie kann jedoch je nach Temperatur nur eine ganz bestimmte Wassermenge in Dampfform aufnehmen, eben die Sättigungsmenge. In der Regel enthält Luft aber weniger Wasserdampf, als sie bis zur Sättigung aufnehmen könnte. Sie ist dann teilgesättigt. Wenn man teilgesättigte Luft abkühlt, nimmt ihr Sättigungsgrad an Feuchte immer mehr zu, bis sie schließlich bei einer bestimmten Temperatur, dem „Taupunkt“, ihre volle Sättigung erreicht. Beim Unterschreiten dieser Temperatur scheidet sich der überschüssige Wasserdampf als Kondens- oder Schwitzwasser ab. Siehe auch Wolken.