Wasser ist  die unverzichtbare Lebensgrundlage für Mensch und Natur und zwar in vielerlei Hinsicht*

 
 

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  Quelle   Quellschüttung   Quellwasser    
 
   

Quelle

Der Untergrund der Erdoberfläche ist so aufgebaut, dass Hohlräume existieren, die sehr unterschiedlich ausgebildet sind. Diese Hohlräume sind die Voraussetzung dafür, dass sich Niederschlagswässer, sofern sie nicht oberirdisch abrinnen oder an der Oberfläche der Vegetation haften bleiben, zurückgehalten werden und verdunsten, der Schwerkraft folgend abwärts bewegen. Dieses in der „ungesättigten“ Bodenzone befindliche Wasser bewegt sich nach unten in die „gesättigte“ Bodenzone, wo dann das Wasser je nach dem dort vorhandenen Grundwasserspiegelgefälle und den unterirdischen undurchlässigen Schichten (Stauerschichten) in deine bestimmte Richtung abfließt. Dieses unterirdische Wasser kann dann je nach Untergrundverhältnissen zu Tage treten. Solche natürliche Austritte unterirdischen Wassers werden als Quellen bezeichnet. Das Gebiet oberhalb der Quelle nennt man Einzugsgebiet. Die Qualität des Quellwassers und das Maß der Schüttung werden von der Größe und dem geologischen Aufbau des Einzugsgebietes mitbestimmt. Je nach Maßgabe des „Erdkörpers“, der für den Durchsatz dieser unterirdischen Wässer von Bedeutung ist, wird zwischen Poren,- Kluft- und Karstwasser unterschieden. Die ursprüngliche Versorgung der Gründungsgemeinden des WVSB bewerkstelligten die

 

Wasserversorgung mit Quellen am Hirschen und Geschriebenstein (dem höchsten Berg im Burgenland). Durch die markanten Schüttungsunterschiede wurden auch die Gründungsgemeinden an das Wasserwerk Oberwart angeschlossen. Nur mehr 2% des Trinkwassers des Verbandes werden aus den Quellgebieten des Geschriebensteins  herangezogen.

 
 

Quellschüttung

Schüttung ist das aus einer Quelle austretende Wasservolumen geteilt durch die Zeit [m³/s, l/s]. Im Hinblick auf die Schüttungsschwankungen lassen sich die Quellen einteilen, wobei für Wasserversorgungszwecke nur perennierende d. h. ständig fließende Quellen heranzuziehen sind. Eine ausreichende Schüttung ist etwa in sommerlichen Trockenperioden oder in hochwinterlichen Frostperioden Voraussetzung für eine Quellfassung. Besonderes Augenmerk ist der Änderung von Quellschüttungen im Nachhang von Starkniederschlägen bzw. während der Schneeschmelze zu widmen.

 
   
 

Quellwasser

Quellwasser stammt aus einem unterirdischen Wasservorkommen, ist von ursprünglicher Reinheit und wird aus einer oder mehreren natürlich oder künstlich erschlossenen Quellen annähernd gleicher Charakteristik gewonnen. Es muss in unmittelbarer Nähe zum Quellort abgefüllt werden und darf nur in Behältnissen transportiert werden, die an den Letztverbraucher abgegeben werden. Quellwasser muss den in der Mineralwasser- und Quellwasserverordnung genannten mikrobiologischen Anforderungen sowie den chemisch-physikalischen Anforderungen der Trinkwasserverordnung entsprechen. Behandlungsverfahren, bei denen Stoffe zugesetzt werden, sind nicht erlaubt. Es dürfen auch keine Verfahren angewandt werden, die den Keimgehalt verändern. Weiters gelten entsprechende Kennzeichnungsbestimmungen. Die Sachbezeichnung lautet „Quellwasser".