Wasser ist  die unverzichtbare Lebensgrundlage für Mensch und Natur und zwar in vielerlei Hinsicht*

 
 

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  Ultrafiltration   Umkehrosmose   (Wasser)Untersuchung   Untersuchungsplicht   UV Bestrahlung    
 
 

Ultrafiltration

Der Ausdruck Filtration bezeichnet die Abtrennung der im Rohwasser gegebenenfalls enthaltenen Stoffe. Die Einteilung der Filtration erfolgt nach den Trenneigenschaften bzw. Porengrößen: Mikrofiltration (0,1 - 0,2 µm), Ultrafiltration (0,001 - 0,01 µm) und Nanofiltration, Umkehrosmose (0,0001 µm - 0,1nm).  Moderne Ultrafiltrationsmembrane können Bakterien, Viren und höhermolekulare organische Substanzen wie Farbstoffe zurückhalten. Die Ultrafiltration gewinnt seit kurzem gegenüber konventionellen Verfahren wie Flockung und Mehrschichtfiltration an Boden, bedingt durch technische -und Kostenvorteile.

 
 

Umkehrosmose

Die Umkehrosmose ist ein Filtrationsverfahren, welches ermöglicht, Stoffe im Molekularbereich auszufiltern. Sie wird zur Trinkwasseraufbereitung – häufig zur Wasserenthärtung – und zur Abwasserbehandlung - um Ionen wie Schwermetalle und Nitrat aus dem Rohwasser zu entfernen - verwendet. Fruchtsaftkonzentrate werden nach diesem Prinzip hergestellt. In der Weinbereitung wird die Umkehrosmose auch eingesetzt, um gutes Traubenmaterial zu einem sehr dichten Most zu verarbeiten. Wie bei der normalen Filtration wird z.B. verunreinigtes Wasser gegen ein Membranfilter gepresst. Die Verunreinigungen bleiben vor dem Filter zurück und die die Ionen und Wassermoleküle dringen durch. Als Filter dient eine halbdurchlässige Membrane, d.h. sie besteht aus einem Stoff, welcher nicht im eigentlichen Sinn wasserdurchlässig ist, sondern der in seiner Molekularstruktur Wasser aufnehmen kann. Die Porengröße entspricht weniger als einem zehntausendstel Mikrometer. Durch Einsatz von Druckerhöhungspumpen wird der Druck benutzt, um den natürlichen Osmose-Prozess umzukehren. Der anzuwendende Druck muss dabei größer sein als der Druck, der durch das osmotische Verlangen zum Konzentrationsausgleich entstehen würde. Trinkwasser hat einen osmotischen Druck von weniger als 2 bar, der angewendete Druck für Umkehrosmose ausgehend von Trinkwasser beträgt 4-30 bar, je nach verwendeter Membran und Anlagenkonfiguration. In einigen extremen Anwendungen werden noch höhere Drücke verwendet. Das direkt aus dem Umkehrosmoseprozess stammende Wasser ist derart ionenarm, dass es für die Verwendung als Trinkwasser nicht geeignet ist. Deshalb werden am Ende wieder Salze zugefügt. Beim Betrieb einer Meerwasserentsalzungsanlage zur Trinkwassergewinnung auf Umkehrosmosebasis ist neben der Verwendung von Vorfiltern und/oder Ausflockungsstufen auch der Einsatz verschiedener Chemikalien unerlässlich um der pH-Wert einzustellen und das Auskristallisieren von Salzen zu verhindern. Die Ausbeute der Umkehrosmose beträgt 50-70%.

 
     

(Wasser)Untersuchung

Die Wasseruntersuchung nach der Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch gliedert sich in routinemäßige Trinkwasserkontrollen und Volluntersuchungen. Die Routinemäßige Kontrolle umfasst den Gehalt an Aluminium, Ammonium, Eisen, Nitrit, eine bakteriologische Untersuchung sowie Färbung, Trübung, Geruch, Geschmack, Leitfähigkeit, pH-Wert und Untersuchungen entsprechend dem eingesetzten Desinfektionsverfahren. Die Volluntersuchung ist die Untersuchung aller in Anhang II Z2 der Trinkwasserverordnung angeführten Parameter. beim WVSB werden sie  von einem staatlich autorisierten Umweltlabor durchgeführt. mehr

   
 

(Trinkwasser)Untersuchungspflicht

Jeder Betreiber einer Wasserversorgungsanlage hat Untersuchungen des Wassers gemäß dem Untersuchungsumfang und den Untersuchungshäufigkeiten der Trinkwasserverordnung von einer Untersuchungsanstalt oder von einer autorisierten Person auf seine Kosten durchführen zu lassen. Die Organe der Untersuchungsanstalten haben bei der Probennahme auch eine Überprüfung der Wasserversorgungsanlage (Lokalaugenschein einschließlich aller Wasserspender mit Fassungszone) vorzunehmen und die Proben zu entnehmen und die in der Trinkwasserverordnung aufgeführten Spezifikationen für die Analysen anzuwenden. Der Ortsbefund muss Angaben über die Beschaffenheit der Wassergewinnungsanlage selbst, sowie deren nähere und weitere Umgebung enthalten. Besonders ist auf mögliche Verunreinigung durch Abwässer aller Art zu achten. Ebenso sind Bodennutzungsarten, sowie die Gestaltung der Bodenoberfläche und der bauliche Zustand der Anlagen zu erfassen. Beim WVSB gehen die Wasseruntersuchungen sowohl im Umfang wie auch bei der Häufigkeit weit über die behördlichen Auflagen hinaus.

 
 

UV Bestrahlung

Ultraviolettstrahlung sind elektromagnetische Wellen kurzer Wellenlänge. Das ultraviolette Licht wurde 1802 von Johann Wilhelm Ritter entdeckt. Ultraviolettstrahlung ist nicht sichtbar. Sie zählt jedoch zur Gruppe der optischen Wellenlängen, weshalb häufig der irreführende Begriff "UV-Licht" anzutreffen ist. UV-Strahlung kann wie das Licht anderer Wellenlängen oder der langwelligen Infrarotstrahlung gebrochen, reflektiert, transmittiert, absorbiert und gebeugt werden. Durch Fluoreszenz kann Ultraviolettstrahlung indirekt sichtbar

  UV Bestrahlung - Wasserwerk Oberwart Strasse 3 UV Bestrahlung - Hochbehälter Stuben UV Bestrahlung - Wasserwerk Pinkafeld Strasse 2 UV Bestrahlung - Hochbehälter Stuben UV Bestrahlung - Hochbehälter Rumpersdorf
 

gemacht werden. Bei der Bestrahlung des Wassers mit bestimmten Wellenlängen des ultravioletten Bereiches erfolgt eine sofortige Desinfektion des Wassers. Bei nicht ausreichender Dosierung der Bestrahlung kann es jedoch zu einer vorübergehenden Inaktivierung der Keime kommen. Die Keime können sich dann nach einer gewissen Zeit wieder erholen. Die Wirksamkeit der Bestrahlung hängt stark von der UV-Durchlässigkeit, Trübung und der Färbung des zu behandelnden Wassers ab.  Eine Nachwirkung (Depotwirkung) im Rohrnetz ist nicht gegeben. Beim WVSB sind insgesamt 13 UV Anlagen im Einsatz. Der (relativ kostspielige) Tausch der 114 UV Strahler erfolgt vorsichtshalber einmal jährlich.