Ein herausfordernder Sommer für die Trinkwasserversorgung
Extremer Sommer für die Versorgung von Trinkwasser
Hohe Temperaturen und riesiger Wasserbedarf prägten den Sommer 2026
Hohe Temperaturen und großer Wasserbedarf prägten den vergangenen Sommer. An besonders heißen Tagen verzeichnete der WVSB Rekordabgabemengen. Die Versorgung blieb dennoch durchgehend gesichert – auch Gemeinden mit zusätzlichem Versorgungsbedarf konnten massiv unterstützt werden.
Wie stark die Anforderungen stiegen, zeigen die Fördermengen: Im Wasserwerk Oberwart nahmen sie von Mai bis August um bis zu 50 Prozent zu, in Pinkafeld sogar um fast 100 Prozent. Über Pinkafeld wurden im Rahmen der Notversorgung auch Pinkafeld, Bad Tatzmannsdorf und Rechnitz beliefert. Besonders deutlich war die Entwicklung in Rechnitz: Während im Mai vom WVSB keine zusätzlichen Wassermengen geliefert wurden, waren es im August fast sieben Millionen Liter.
„Die vorhandenen Reserven und der vorausschauende Ausbau der Infrastruktur haben sich bewährt“, erklärt Geschäftsführer Ing. Christian Portschy.
Neben dem täglichen Bedarf erhöhten Gartenbewässerung und Poolbefüllungen den Verbrauch. Der Poolfüllkalender half bereits im überdurchschnittlich warmen Frühling, Befüllungen zeitlich abzustimmen und Verbrauchsspitzen zu reduzieren. Für Portschy zeigt das: „Gemeinsame Lösungen und Eigenverantwortung können wirksamer sein als Verbote.“
Vorausschauend investieren
Der erfolgreiche Sommer gibt dennoch keinen Anlass zur Sorglosigkeit. Der Klimawandel und die damit verbundenen Wetterextreme – von enormen Niederschlagsmengen bis hin zu lang anhaltenden Trockenperioden – führen zu tiefgreifenden Veränderungen in der Trinkwasserversorgung und stellen Wasserversorger vor neuen Herausforderungen. Der WVSB investiert deshalb in Leitungen, Speicher, Brunnen und weitere Anlagen, um für hohen Verbrauch und niederschlagsarme Zeiten gerüstet zu sein.
„Die Wasserversorgung ist gesichert – sie muss jedoch laufend an die veränderten Bedingungen angepasst werden“, betont Portschy.
Diese Investitionen stärken zugleich regionale Fachbetriebe und sichern langfristig die Lebensqualität in den Gemeinden. Auch die Bevölkerung trägt zur Versorgungssicherheit bei: Wer Wasser bewusst nutzt und unnötige Verbrauchsspitzen vermeidet, entlastet das gesamte System.
Die Abflussmengen der Wasseraufbereitungsanlage Pinkafeld lagen von Juli bis September 2026 deutlich über den Vorjahreswerten und erreichten im August mit 94.604 m³ ihren Höchststand.
Zusammenarbeit weiter ausbauen
Der WVSB möchte die Zusammenarbeit mit weiteren Gemeinden, unter anderem in der Wechselregion, vertiefen. Größere Versorgungsverbünde ermöglichen es, Wasserüberschüsse gezielt zu nutzen und wertvolles Tiefengrundwasser als Reserve für wasserärmere Zeiten zu schonen.
Der vergangene Sommer hat gezeigt, wie wichtig das Zusammenspiel von WVSB, Gemeinden und Bevölkerung ist. „Diesen Weg wird der WVSB konsequent weitergehen, damit die Region auch unter den Bedingungen des Klimawandels zuverlässig mit ihrem wichtigsten Lebensmittel versorgt bleibt“, versichert Portschy.
Wussten Sie, dass Sie für rund 2,50 Euro ein ganzes Jahr lang hochwertiges Trinkwasser vom WVSB genießen können? Denn beim WVSB kosten 1.000 Liter reines Trinkwasser etwa 2,50 Euro.


